Amtliche Karten als Ausgangspunkt

Hamburg veröffentlicht Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten. Die Gefahrenkarten zeigen mögliche Ausdehnung und Wassertiefe für dargestellte Szenarien; Risikokarten ergänzen Informationen zu betroffenen Nutzungen. Prüfen Sie Legende, Szenario und Aktualitätsstand, statt nur eine einzelne farbige Fläche zu betrachten.

Eine Karte ist keine Garantie, dass außerhalb einer dargestellten Fläche keinerlei Wasserschaden eintreten kann. Starkregen, Rückstau und lokale Entwässerungsprobleme können zusätzliche Fragen aufwerfen. Die amtlichen Informationen sollten mit der tatsächlichen Gebäudesituation zusammen gelesen werden.

Angaben zum Objekt erheben

Fragen Sie nach früheren Überflutungen, Rückstauschäden und getroffenen Schutzmaßnahmen. Lassen Sie vorhandene Nachweise, Wartungsunterlagen und Versicherungsangaben vorlegen. Technische Ausstattung und Nutzung einzelner Geschosse können für die Folgen eines Ereignisses entscheidend sein.

Bei einer Eigentumswohnung betreffen Risiken möglicherweise gemeinschaftliche Anlagen. Protokolle, Sanierungsbeschlüsse und Versicherungsunterlagen der Gemeinschaft können deshalb ebenso wichtig sein wie die Besichtigung der Wohnung.

Kauf und Nutzung aufeinander abstimmen

Klären Sie, ob geplante Nutzungen in betroffenen Bereichen rechtlich und technisch tragfähig sind. Versicherbarkeit und Deckungsumfang sollten anhand eines konkreten Angebots geprüft werden; eine bestehende Police des Verkäufers ersetzt diese Prüfung nicht.

Für die Vertragsgestaltung sollten bekannte Ereignisse und offene Fragen nachvollziehbar dokumentiert werden. Pauschale Aussagen wie „hier passiert nichts“ sind weniger belastbar als konkrete Unterlagen und eine objektbezogene Risikobewertung.

Rechtsgrundlagen & weiterführende Quellen

Stand: 28. September 2026. Allgemeine Orientierung; die Bewertung Ihres Falls erfordert die konkreten Unterlagen.